Die vielen Gesichter von Arbeitskleidung

Meist fällt sie gar nicht mehr bewusst auf, sondern ist lediglich ein Indikator für unbewusste Assoziationen: Die Rede ist von Arbeitsbekleidung. Egal ob es der weiße Kittel im Krankenhaus, die orangefarbene Warnweste auf der Autobahnbaustelle oder eine einheitliche Farbauswahl der Supermarkt-Belegschaft ist: All dies gilt nicht nur als Arbeitskleidung, es lässt all jene, die diese Kleidung nicht tragen, sofort eine Assoziation mit den Umständen verknüpfen.

Allerdings ist der Zweck, den die Arbeitskleidung erfüllen soll, von Beruf zu Beruf unterschiedlich, auch wenn es viele Parallelen und Gemeinsamkeiten gibt.

Zunächst gibt es Berufsfelder, in denen aufgrund der Umstände auf eine besondere Hygiene oder besondere Vorsichtsmaßnahmen geachtet werden muss. Dazu gehören beispielsweise Krankenhäuser und Baustellen. In diesen Fällen wird auch von Schutzkleidung gesprochen, da sie einen besonderen Schutz vor zu vermeidenden Situationen bietet. Aus diesem Grund ist Arbeitskleidung in den entsprechenden Branchen mittlerweile auch gesetzlich vorgeschrieben. Es drohen teils hohe Strafen bei einer Nicht-Beachtung.

Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Ein Flugbegleiter ist beispielsweise genau dem gleichen Unfallrisiko ausgesetzt wie die Passagiere im Flugzeug. Beim Absturz nützt auch der richtige Sitz der Jacke nichts mehr. In diesen Fällen soll die Arbeitskleidung den Zweck erfüllen, die äußere Erscheinung eines Unternehmens zu vereinheitlichen. Man spricht dabei auch von einer Corporate Identity. Damit ist gemeint, dass beispielsweise der Flugbegleiter für alle Passagiere als Ansprechpartner zu erkennen ist, und das nur weil er in den Farben der Fluglinie gekleidet ist. Oder der Gärtner mit seiner grünen Latzhose oder der Blaumann im handwerklichen Bereich. An letzteren beiden Beispielen ist übrigens auch zu erkennen, dass Arbeitskleidung günstig sein kann.

Außerdem hat sich im Verlauf der Geschichte erwiesen, dass eine Arbeitskleidung, die den darin steckenden Mitarbeiter eindeutig mit dem Unternehmen identifiziert, auch dessen Moral und Teamzugehörigkeit fördern kann. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass der Mitarbeiter durch das bewusste Tragen der Arbeitskleidung eine Verpflichtung eingeht, das Unternehmen, für das er arbeitet, in einem guten Licht zu präsentieren. Dies stärkt das Verantwortungsbewusstsein.

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